IPsoft: IT-Offshoring ist ein Relikt der Vergangenheit

Etliche Unternehmen haben in der Vergangenheit auf IT-Offshoring gesetzt – die Haupttriebfeder waren dabei vermeintliche Kostensenkungen

 

Sie haben sich in aller Regel allerdings bei Weitem nicht im erhofften Maße eingestellt. In Zeiten neuer IT-Lösungen ist eine Offshoring-Strategie auch völlig überflüssig und ein Auslaufmodell, sagt Managed-Services-Anbieter IPsoft.

Unternehmen, die sich für das IT-Offshoring und die Auslagerung von IT-Aufgaben in Niedriglohnländer entscheiden, versprechen sich davon in erster Linie Kostenvorteile. Das hat sich inzwischen aber meistens als Trugschluss erwiesen, wie die Erfahrung eindeutig gezeigt hat. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Unternehmen haben in der Regel die Koordinationskosten deutlich unterschätzt, allein schon aufgrund sprachlicher und kultureller Barrieren. Auch Zeitverschiebungen haben zu Kommunikationsproblemen beigetragen. Die bittere Wahrheit: Offshoring hat vielfach nicht zu Einsparungen geführt, sondern im Gegenteil zu Kostensteigerungen, vor allem durch einen erhöhten Administrations- und Kommunikationsaufwand.

Auch der kontinuierliche Anstieg des Lohnniveaus in den klassischen Offshoring-Ländern hat dazu geführt, dass der angebliche "Preisvorteil" zunehmend schwindet. Die Argumente "extrem niedriger Stundenlohn und "geringe Arbeitsplatzkosten" waren vielleicht noch vor einigen Jahren zutreffend, heute sind sie das aber in immer geringerem Maße.

Ein weiterer Aspekt, der einige Unternehmen veranlasst hat, Offshoring-Services zu nutzen und IT-Teilbereiche zu verlagern, ist der Fachkräftemangel in Deutschland. Rudolf Kergaßner, Managing Director von IPsoft Deutschland in Frankfurt, meint dazu: "Weder der viel zitierte IT-Fachkräftemangel noch Kosteneinsparungen sind heute noch ein Argument für Offshoring. Hier gibt es inzwischen zielführendere Alternativen. Durch die Nutzung neuer IT-Lösungen lassen sich gerade die einfachen Routinetätigkeiten, die durch Offshoring erledigt werden, automatisiert durchführen. Zum einen wird dadurch das vorhandene IT-Personal entscheidend entlastet und der Bedarf an zusätzlichen Mitarbeitern reduziert und zum anderen auch die Auslagerung von IT-Bereichen in Niedriglohn- oder Schwellenländer überflüssig."

Nach wie vor wenden heute IT-Mitarbeiter einen Großteil ihrer Zeit für das reine Management von Applikationen, Systemen und Tools auf. Solche Routinetätigkeiten machen rund 60 Prozent der gesamten IT-Aufgaben aus. Mit aktuellen IT-Lösungen, die auf Expertensystemen und selbstlernenden Technologien basieren, ist es inzwischen aber möglich, eine Vielzahl dieser Prozesse zu unterstützen und einen Großteil der Aufgaben automatisiert zu erledigen.

Kergaßner betont: "Ein zentraler Vorteil von hochgradig automatisierten Systemen ist zudem die hohe Prozessqualität mit einer Fehlerquote nahe Null – eine Qualität, die im Übrigen IT-Offshoring-Anbieter auch bei hohem Personaleinsatz nicht bieten können, da manuelle Tätigkeiten immer mit einer erhöhten Fehlerrate verbunden sind."

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